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Ginkgo biloba -
ältester Baum der Erde
[Die Urform des Ginkgos besiedelte vor
300 Mio. Jahren die Erde. Nach der Kreidezeit zog er sich nach Ostasien
zurück.]
Wie an vielen anderen Fürstenhäusern
im 18. Jh. wuchs auch in Weimar das Verlangen nach exotischen
Landschaftsparks. Ein Hofgärtner brachte den ersten Ginkgo von England nach
Weimar.
Goethe, der auch biologische Studien betrieb, war fasziniert von der Struktur
des scheinbar aus vielen Nadeln zusammen gewachsenen zweilappigen (deshalb auch
G. biloba) Fächerblatts.
"Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin ?"
Goethe,
"West - östlicher Divan"
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Das Jahr 2004 wurde von der Maria-Pawlowna- Gesellschaft in
Kromsdorf zum Pawlowna-Jahr erklärt. Für unseren Verein bedeutet dies ein
Höhepunkt des Jahres. In Zusammenarbeit mit der Stadt Ilmenau haben wir die
Organisation und die Ausstattung der Feierlichkeiten in Ilmenau übernommen.
Das Fest
Maria Pawlowna hat für Ilmenau eine große Bedeutung. War sie es doch, die
nach einem Besuch des Kickelhahns einen Aussichtsturm auf dem Ilmenauer
Hausberg anregte.
Höhepunkt der Ilmenauer Feierlichkeiten ist deshalb der 08.05.2004, der Tag,
an dem sich die Grundsteinlegung für den Turm zum 150. mal jährt.
Großes Treiben ist ab 13:00 Uhr angesagt, wenn sich der Ilmenauer
Oberbürgermeister, Vertreter der Pawlowna-Gesellschaft und auch der russische
Generalkonsul in das deutsch-russische Volksfest mischen.
Ein Fest wie damals, als vor 200 Jahren der Erbherzog Carl-Friedrich von
Sachsen-Weimar- Eisenach mit seiner frisch anvermählten Frau Maria Pawlowna in
Weimar Einzug hielten. Der eigentliche Grund des Festjahres.
Die Marienstraße
Es gibt aber noch einen weiteren Grund, Maria Pawlowna zu ehren. Durch ihr
Engagement und vor allem ihre finanziellen Mittel wurde der Bau der Straße nach
Martinroda, die so genannte "Marienstraße" (heutige B4) erst
möglich.
Neben dem 2003 errichteten "Marienstraßen- Denkmal" (direkt an der
BAB-AS "Ilmenau-West") pflanzte der Heimatgeschichtliche Verein
Ilmenau deshalb zwei Bäume mit Symbolcharakter: einen Ginkgo (s. li.) und eine
Eiche.
Denn an dieser Stelle stand bis 1865 ein riesiger Eichenbaum. Man sagte, er sei
1000 Jahre alt geworden. Noch bis heute hält sich die Ortsbezeichnung
"Dicke Eiche" im Volksmund.
Rückblick
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