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Beim Heizungsbau 1996/1997 wurden
im Kircheninnenraum archäologische Grabungen durchgeführt.
Dabei stellte man erstmals fest, dass die Kirche, wie sie heute
besteht, nicht nur auf den Mauern des 1752 abgebrannten gotischen
Kirchenbaus steht. Es wurden noch zwei weitere Vorgängerbauten aus dem
12. und 14. Jahrhundert nachgewiesen.
Das Aussehen der
Kirche ist durch den vielfachen Wiederaufbau geprägt, bei dem immer wieder auf
vorhandenes zurückgegriffen wurde. Nach
Untersuchungen des Restauratorenhofes Mellingen 1995 an der Außenhaut
der Kirche sind heute noch
große Teile der mehrmals abgebrannten gotischen Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert nachzuweisen. Nur
der Turmaufbau, erst einige Jahre später als das Kirchenschiff wiederhergestellt, zeigt sich klar
im barocken Stil.
Baumeister
Gottfried Heinrich Krohne (siehe dazu Tafel Rokokoschloss), der den Plan für den Wiederaufbaus Ilmenaus
nach dem großen Brand 1752 entwarf, erstellte auch ein Gutachten über den
baulichen Zustand der zerstörten
Kirche. Da das Geld knapp war, wurde der Wiederaufbau der
Kirche zurückgestellt. Erst 1760 nahm Herzogin Anna Amalia sich der
Sache an und bestimmte August Friedrich Straßburger zum Architekten. Ob
Krohnes Pläne beim Wiederaufbau eine Rolle spielten ist nicht bekannt.
1926 wurde am Turm ein Kriegerdenkmal
errichtet, welches aber nach dem zweiten Weltkrieg entfernt wurde. Noch
heute kann man seine Umrandung sehen. In ihr befindet sich ein Gedenken
an die Opfer der beiden Weltkriege.
Bild nach dem 2. Weltkrieg
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