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Doch die Schulden waren erdrückend und so sicherte
man den Hauptgläubiger das gesamte geförderte Kupfer zum Festpreis zu, was
die Lage noch verschlimmerte. In dieser Zeit wurde 1730 das Zechenhaus als
Verwaltungsgebäude gebaut. Es enthielt eine Betstube für die Bergleute und
nach Bleisch sollen hier auch die Löhne gezahlt worden sein. Nach dem Dammbruch
des Freibachteiches 1739 wurden die Gruben und technischen
Einrichtungen durch das unkontrolliert einströmendes Wasser stark
beschädigt, so dass
man sie danach dem Verfall preisgab.
Das Zechenhaus wurde beim großen
Stadtbrand 1752 verschont. Es konnte, als Herzog Karl August
1776 an eine Wiederaufnahme des Bergbaus dachte, genutzt werden. 1784 tat Goethe, als Beauftragter des Weimarer Herzog für den
Ilmenauer Bergbau, den ersten Hieb zum Aushub des "Neuen
Johannesschachtes" und hielt die Festrede. Das
war der Beginn der dritten Periode. Davor hatte sich Goethe mit den
Schulden der Vergangenheit und der Geldbeschaffung für die Zukunft zu
beschäftigen. Bergsekretär unter Goethe war Bergrat Voigt, der 1789
seinen ständigen Wohnsitz nach Ilmenau verlegte. Die Entwässerung
des Johanneschachtes erfolgte mit 4 Kunsträder im Schacht, die ihr
Aufschlagwasser aus dem mittleren Bergraben erhielten. Dieses und das
hochgepumpte Grundwasser wurden durch den Martinröder Stollen
abgeleitet. Das war eine große technische Leistung. Als es 1798 einen
Einbruch im Martinröder Stollen gab und das Wasser nicht mehr
abfliesen konnte, bedeutet das die Einstellung der Förderung im
"Neuen Johannesschacht". Die
Anteilseigner wollten kein weiteres Geld zuschießen, denn die ersten
Schmelzversuche hatten keine oder nur geringen Kupferausbeute ergeben.
Bis auf kleinere Versuche ohne Erfolg, bedeutete es das Ende für den
Bergbau in Ilmenau.
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empfohlene Literatur
J. C. W. Voigt
Geschichte des Ilmenauer Bergbaus 1821
P. Bleisch
Bilder aus Ilmenaus Vergangenheit
1910
Otfried Wagenbreth
Goethe und der
Ilmenauer Bergbau
1983
Autorenkollektiv
Ilmenau Bilder zur Geschichte einer Stadt 1998
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